Book on Demand: Wenn Autoren keine Skrupel kennen … (Teil 1)
Noch nie war das Veröffentlichen eines Buches so leicht wie heute. Jeder, der eine ausreichende Zahl an Buchstaben in ein Textverarbeitungsprogramm einzutippen weiß, kann das Ergebnis wenige Tage später gedruckt und zu einem Buch gebunden in seinen Händen halten. Selbst wer keinen vollständigen und fehlerfreien Satz zu schreiben vermag, mutiert so zum Autor. Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik: Abgesagt. Sprachgefühl oder gar Sprachbeherrschung: Überflüssig.
Kein Lektor prüft die Texte auf inhaltliche und stilistische Tragfähigkeit, kein Korrektor nimmt sich der Fehler an, kein Buchgestalter kümmert sich um einen ansprechenden Textsatz. Das ist die Kehrseite des Book on Demand. Die Autoren müssen sich auch noch als Korrektoren, Lektoren, Layouter, Typographen, Schriftsetzer und Graphiker betätigen. Das gilt gleichermaßen für den Marktführer BoD Books on Demand – nicht zu verwechseln mit dem dahinterstehenden Book-on-Demand-Verfahren – wie für die anderen Book-on-Demand-Dienstleister.
