Buchentdeckungen

Einige Gedanken zu Literatur und Philosophie

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Artikel der Kategorie November, 2009

Pelle Igel – Dichter und Theatermann des Widerstands (Teil 1)

November 30, 2009 Von: Heinz W. Pahlke Kategorie: Autoren und BĂĽcher Noch keine Kommentare →

Manchmal endet ein etwas zielloses Suchen im Bücherschrank mit einem Glücksgriff. Eigentlich dachte ich am Wochenende an ein ganz anderes Buch, als mir ein schmales Bändchen in die Hand fiel: „Stiefel bleibt Stiefel. Zeitsatire in Vers und Prosa“ von Pelle Igel.

Der silberfarbene Einband mit schwarzer Schrift und stilisiertem schwarzen Kommissstiefel könnte bei oberflächlicher Betrachtung eine Sammlung expressionistischer Texten erwarten lassen. Doch Pelle Igel war alles andere als ein expressionistischer Dichter. Er selbst bezeichnete sich als „lebenslangen Agitpropmann“. Dementsprechend direkt und unverblümt war seine Sprache. Ausgefeilte Formulierungen und ästhetische Finessen waren nicht seine Sache.

„Es gibt genügend Sonnenblumen, von van Gogh gemalte Sonnenblumen auf dieser Welt, aber gibt es genügend Friedensaufrufe in Holz oder Linol geschnitten?“, lässt er den Protagonisten in seiner Kurzgeschichte „Die Sonnenblume“ resümieren.

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Book on Demand: Wenn Autoren keine Skrupel kennen … (Teil 2)

November 13, 2009 Von: Heinz W. Pahlke Kategorie: Die Welt des Book on Demand 1 Kommentar →

Autoren wie Gerd Scherm, Nele Neuhaus, Judith Le Huray, Siegfried Obermeier, Günther Bach oder Gunter Preuß belegen, dass Book on Demand und klassische Verlage sich nicht gegenseitig ausschließen. Gerd Scherm veröffentlichte seine Romane und Gedichte bei Heyne, Shaker Media und BoD, Nele Neuhaus ihre Krimis bei List, Ullstein und Monsenstein & Vannerdat, Gunter Preuß seine Kinder- und Jugendbücher bei Plöttner und im Engelsdorfer Verlag, Günther Bach seine Romane bei Hörnig und seine Gedichte bei BoD, Siegfried Obermeier seine Sachbücher bei DTV, Langen/Müller, Nymphenburger und Shaker Media, Judith Le Huray ihre Kinderbücher bei Schenk und BoD.

Am schlechten Image des Book on Demand können aber auch sie nichts ändern. In einer Zeit, in der einfache Antworten und nicht differenzierte Betrachtungen gefragt sind, interessiert Buchhändler, Kulturredakteure und Autorenkollegen selten die Vielfalt und Buntheit des Book on Demand. Bevorzugt wird ein das Leben erleichterndes Schwarz oder Weiß. Da die dunklen Töne aber die lichten überdecken, wie im ersten Teil gezeigt wurde, erscheint das Gesamtbild des Book on Demand in einem düster-traurigem Farbton.

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