Alexander A. Bogdanows âDer rote Planetâ: eine sozialistische Utopie als gesellschaftlicher Gegenentwurf (Teil 3)
Geschrieben hat Alexander Alexandrowitsch Bogdanow seinen Roman âDer rote Planetâ nicht zuletzt, weil er eine Ursache fĂŒr die Niederlage 1905 in den fehlenden bildlichen Vorstellungen von den nachrevolutionĂ€ren Zielen sah. Mit âĐŃаŃĐœĐ°Ń Đ·ĐČДзЎаâ(so der Originaltitel, der hĂ€ufig mit âDer rote Planet, manchmal aber auch als âDer rote Sternâ ĂŒbersetzt wird) wollte er dieses Defizit beseitigen.
Aus diesem selbstgesteckten Ziel ergab sich fĂŒr Bogdanow auch der Schreibstil. Sein Roman sollte nicht nur fĂŒr Menschen höherer Bildung, sondern fĂŒr die breite Masse verstĂ€ndlich sein. Auf kunstvolle VerschrĂ€nkungen unterschiedlicher ErzĂ€hlstrĂ€nge hat er deshalb verzichtet. Wichtig war ihm vielmehr, dass die Handlung des Romans sich von den Lesern leicht mitvollziehen lieĂ.
Beim ersten Hineinlesen erscheint der Roman dementsprechend schlicht gestaltet zu sein. Bei genauerem Lesen entpuppt er sich dann aber doch als deutlich komplizierter, ohne dass er deshalb ĂŒbermĂ€Ăige Anforderungen an die Leser stellen wĂŒrde.

