Die FAZ warnt wieder einmal vor Peter Handke – zu Recht
Wenn Deutschland Krieg führt, dann haben nicht nur wir Deutschen, sondern – zumindest – alle Europäer zu jubeln. Neu ist diese Forderung zwar nicht, aber angesichts wachsender Kriegsmüdigkeit in der Bevölkerung ergriff die FAZ die sich bietende Chance des 15. Jahrestages von Srebrenica, wenigstens ihre Leser wieder einmal auf eine Politik einzuschwören, die auf Krieg zur Lösung von Konflikten setzt.
Den Buhmann muss wieder einmal Peter Handke geben. Natürlich wird er nicht selbst befragt und kann damit auch nicht auf die Unterstellungen und Verfälschungen von Jürgen Brokoff antworten. Allerdings würde ihm das vermutlich auch schwerfallen, denn der in Bonn Germanistik lehrende Brokoff bevorzugt eine sehr einfache Beweisführung: Wenn „die überwiegende Mehrheit der Journalisten die Abwegigkeit von Handkes politischen Ansichten festgestellt“ habe, dann sei es auch so. Dass ein Wissenschaftler nicht mehr zu bieten hat, überrascht doch ein wenig, wirft aber zugleich ein bezeichnendes Licht auf die FAZ, die sich mit derlei Plattheiten zufriedenstellen lässt.
