Buchentdeckungen

Einige Gedanken zu Literatur und Philosophie

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BĂĽcher an die Leser bringen mit Buchentdeckungen

April 23, 2010 Von: Heinz W. Pahlke Kategorie: Die Welt des Book on Demand Noch keine Kommentare →

So spontan wie ich im im Sommer letzten Jahres zu bloggen begonnen habe, so spontan wurden in diesem Frühjahr auch die Buchentdeckungen geboren. Warum finden viele book on demand veröffentlichende Autoren nur schwer ihr Publikum? Welche Titel können ohne schlechtes Gewissen empfohlen werden? Wie erfahren Leser und Buchhändler von lesenswerten Büchern, die als Book on Demand oder in Kleinverlagen veröffentlicht wurden?

Probleme zu benennen und Missstände zu beklagen, ist das eine, mögliche Alternativen aufzuzeigen, das andere. Meine vor zwei Jahren vorgestellte Idee eines Qualitätslabels für book on demand veröffentlichte Bücher stieß – nicht ganz überraschend – auf wenig Gegenliebe. Von „Gängelei“, „Obrigkeitswahn“, „Unfreiheit“ und „Korsett“ war die Rede. Nicht die Qualität dieser Bücher verhindere ihren Erfolg, sondern vor allem die „Borniertheit“, „Arroganz“ und „Ahnungslosigkeit“ der Buchhändler und Feuilletonredakteure.

Würde ich als Autor ausschließlich bei klassischen Verlagen publizieren, wäre mir dieser Zustand vermutlich egal. Doch ich veröffentliche eben nicht ausschließlich bei diesen Verlagen, sondern ebenso über Book-on-Demand-Dienstleister.

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Book on Demand: Wenn Autoren keine Skrupel kennen … (Teil 2)

November 13, 2009 Von: Heinz W. Pahlke Kategorie: Die Welt des Book on Demand 4 Kommentare →

Autoren wie Gerd Scherm, Nele Neuhaus, Judith Le Huray, Siegfried Obermeier, Günther Bach oder Gunter Preuß belegen, dass Book on Demand und klassische Verlage sich nicht gegenseitig ausschließen. Gerd Scherm veröffentlichte seine Romane und Gedichte bei Heyne, Shaker Media und BoD, Nele Neuhaus ihre Krimis bei List, Ullstein und Monsenstein & Vannerdat, Gunter Preuß seine Kinder- und Jugendbücher bei Plöttner und im Engelsdorfer Verlag, Günther Bach seine Romane bei Hörnig und seine Gedichte bei BoD, Siegfried Obermeier seine Sachbücher bei DTV, Langen/Müller, Nymphenburger und Shaker Media, Judith Le Huray ihre Kinderbücher bei Schenk und BoD.

Am schlechten Image des Book on Demand können aber auch sie nichts ändern. In einer Zeit, in der einfache Antworten und nicht differenzierte Betrachtungen gefragt sind, interessiert Buchhändler, Kulturredakteure und Autorenkollegen selten die Vielfalt und Buntheit des Book on Demand. Bevorzugt wird ein das Leben erleichterndes Schwarz oder Weiß. Da die dunklen Töne aber die lichten überdecken, wie im ersten Teil gezeigt wurde, erscheint das Gesamtbild des Book on Demand in einem düster-traurigem Farbton.

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Book on Demand: Wenn Autoren keine Skrupel kennen … (Teil 1)

Oktober 28, 2009 Von: Heinz W. Pahlke Kategorie: Die Welt des Book on Demand Noch keine Kommentare →

Noch nie war das Veröffentlichen eines Buches so leicht wie heute. Jeder, der eine ausreichende Zahl an Buchstaben in ein Textverarbeitungsprogramm einzutippen weiß, kann das Ergebnis wenige Tage später gedruckt und zu einem Buch gebunden in seinen Händen halten. Selbst wer keinen vollständigen und fehlerfreien Satz zu schreiben vermag, mutiert so zum Autor. Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik: Abgesagt. Sprachgefühl oder gar Sprachbeherrschung: Überflüssig.

Kein Lektor prüft die Texte auf inhaltliche und stilistische Tragfähigkeit, kein Korrektor nimmt sich der Fehler an, kein Buchgestalter kümmert sich um einen ansprechenden Textsatz. Das ist die Kehrseite des Book on Demand. Die Autoren müssen sich auch noch als Korrektoren, Lektoren, Layouter, Typographen, Schriftsetzer und Graphiker betätigen. Das gilt gleichermaßen für den Marktführer BoD Books on Demand – nicht zu verwechseln mit dem dahinterstehenden Book-on-Demand-Verfahren – wie für die anderen Book-on-Demand-Dienstleister.

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