Geschichte und Politik

Frank Baranowski

Rüstungsproduktion in der Mitte Deutschlands 1929–1945

Rüstungsproduktion in der Mitte Deutschlands 1929 1945 Südniedersachsen mit Braunschweiger Land sowie Nordthüringen einschließlich des Südharzes vergleichende Betrachtung des zeitlich versetzten Aufbaus zweier Rüstungszentren.

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Uwe Detemple

Mein Rumänien

Revolution & Poesie

Den spannenden Beiträgen im Hauptteil über die »Goldene Epoche« Nicolae Ceausescus, die Revolution als Schwerpunkt und schließlich das nachrevolutionäre Rumänien folgen einige schöne Gedichte, in denen revolutionäre Begeisterung und hingebungsvolle Liebe zu Rumänien, zu einer Stadt, einer Straße, einem Mädchen, zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen.

Dem Autor gelingt es, die Atmosphäre des Dezember 1989, jene Tage und Nächte heroischen Kampfes bis zur Selbstaufopferung, wieder lebendig zu machen. Die rumänische Revolution nicht aus der Rückschau, sondern mitten aus dem Geschehen selbst zu schildern, ist ein sehr gut gelungenes Unterfangen dieses Buches.

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Siegfried Dierker

Piraten – Freibeuter – Bukaniere

Ihre Geschichte, ihr Leben, ihr Sterben

Sie wurden Piraten genannt, Freibeuter, Bukaniere, Flibustiers und Korsaren. Sie raubten, mordeten und brandschatzten. Sie überfielen Schiffe, plünderten Siedlungen und verwüsteten ganze Städte. Sie taten es aus Not, aus Gier, im Auftrag eines Königs oder einer Königin. Oder aus purer Abenteuerlust.

Ihre Namen waren Roger de Flor, Klaus Störtebeker, Francis Drake, Piet Heyn, Francois Lollonais, Henry Morgan, Captain Kidd, Blackbeard, Bart Roberts und Robert Surcouf.

Eingebettet in die jeweilige historische Situation wird der Lebensweg von 26 Männern (und 2 Frauen!) nachgezeichnet, die als Piraten, Freibeuter und Bukaniere unvergessen sind. Dazu gibt es Informationen zu den damaligen Schiffstypen, den üblichen Kampftaktiken, den Piratenhochburgen wie Port Royal und Tortuga, der Piratenrepublik »Libertalia«, zu »Davy Jones« und dem »Fliegenden Holländer« und zum Ursprung der Piratenflagge, dem »Jolly Roger«.

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Hartmut Dühr

Ergebung ohne Widerstand

Erinnerungen eines Mitläufers

Hartmut Dühr, der in der NS-Zeit aufwächst, will unbedingt Medizin studieren – und verkauft für die Aussicht auf einen Studienplatz seine Seele der Waffen-SS. Die Erlebnisse gegen Kriegsende und in der Gefangenschaft machen ihm klar, wem er da gedient hat, und er beginnt zu erkennen, dass er ein willfähriger Mitläufer gewesen ist. Einer, wie viele andere auch. Aber Hartmut Dühr will nicht wie die anderen schweigend darüber hinweggehen.

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Gerhard Feldbauer

Der Heilige Vater

Benedikt XVI. – Ein Papst und seine Tradition

Das Urteil gegen Galileo Galilei, heißt es aus der Umgebung des Papstes, sei »in Ordnung« gewesen und die »Heilige Inquisition« eine »rationelle Veranstaltung«. Aber auch Benedikt XVI., alias Joseph Alois Ratzinger, selbst positioniert sich eindeutig: Von der Seligsprechung geistlicher Anhänger des faschistischen Putsches in Spanien über seine Ausfälle gegen Protestanten und Moslems oder seine Unterstützung für Berlusconi bis zur Rehabilitierung der Piusbrüder mit ihren zweideutigen Verlautbarungen etwa zum Holocaust. Flexibel in der Form, bisweilen leutselig im Ton, knüpft er an eine altbewährte Tradition der Kurie an. In Deutschland mag dafür das Konkordat von 1933 mit Hitler stehen, in Italien die Allianz mit Mussolini. Oder die Verstrickung von Opus Dei in das Mordkomplott gegen Aldo Moro.

Das Buch bietet einen Einblick in diese politischen und historischen Zusammenhänge und macht deutlich, dass Benedikt XVI. eine geistige Gegenoffensive fortsetzt, die auf ein Rollback gegen die Aufklärung und die irdische Emanzipation des Menschen abstellt.

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Matthias Gerschwitz

Bullrich-Salz

Marke . Mythos . Magensäure

Familienfehden und Erbstreitigkeiten, Betrug, Mobbing und Beleidigung, patentrechtliche Klagen und – ein Mord: Alles ist enthalten in der Geschichte eines der ältesten deutschen Markenartikel. Von den Anfängen im Berlin des Jahres 1827 bis zum aktuellen Sortiment reicht der Bogen der Historie; ergänzt durch ein Kompendium der bekanntesten Reklameverse, Daten zur Familiengeschichte, Auszüge aus Verbraucherschreiben, Tipps und Tricks zur Anwendung, Kurioses aus 180 Jahren und interessante Geschichten rund um das traditionsreiche Produkt; dazu 180, zum Teil farbige Abbildungen.Und man stößt auf Namen, die in diesem Zusammenhang nicht unbedingt zu erwarten sind: Vicco von Bülow (Loriot), Theodor Fontane, Walter Benjamin, Henri Nannen, Martin Buchholz, Sönke Wortmann sowie Ottfried Fischer.

www.berliner-geschichten.com

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Henning Heske

… und morgen die ganze Welt …

Erdkundeunterricht im Nationalsozialismus

Heskes Recherchen fördern eine Fülle von unbekanntem Material ans Licht, das auf eindrucksvolle Weise belegt, dass die übereifrig betriebene »Anpassung« des Erdkundeunterrichts an den Nationalsozialismus weit mehr war als »nur« eine Anpassung. Auf der Grundlage der NS-Ideologie entwickelten Erdkundelehrer und Fachdidaktiker einen vornehmlich auf Indoktrination ausgerichteten Geografieunterricht, in dessen Zentrum eine neuartige »völkische Lebensraumkunde« stand, die sich auf eine »Blut und Boden«-Heimatkunde gründete und Rassenkunde, Geopolitik, Kolonialgeographie sowie Wehrgeographie miteinander verband.

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Hans Kalt

In Stalins langem Schatten

Zur Geschichte der Sowjetunion und zum Scheitern des sowjetischen Modells

»Eines hat der Kapitalismus seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion überzeugend bewiesen: Er ist noch weniger imstande, die Lebensprobleme der Menschheit zu lösen, als zuvor. Mehr als je wird die Notwendigkeit einer Alternative sichtbar.« So resümiert Hans Kalt seine breit angelegte Untersuchung der Fehlentwicklungen und Zusammenbruchsursachen des sowjetischen Sozialismus-Modells.

Ihm geht es darum, die Diskussion um dessen Irrwege über den Rahmen einer oberflächlichen »Stalinismus«-Debatte hinauszuführen. Dabei bezieht er auch dokumentarisches Material ein, das in deutscher Sprache nicht zugänglich ist und neues Licht wirft auf wichtige Einschnitte in der sowjetischen Geschichte bis hin zur »Perestroika«. Damit liefert Kalt einen fundierten Abriss der Geschichte der Sowjetunion und ihrer sozialökonomischen Grundlagen sowie eine Kritik der politischen Ökonomie des Realsozialismus.

Gegenüber der Erstauflage wurde das Buch erweitert um einen Überblick über die weltpolitische Entwicklung seit den 1990er Jahren.

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Swantje Kuhfuss-Wickenheiser

Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902–1943

Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst- und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime

Dieses Buch porträtiert erstmals umfassend die Berliner und Londoner Kunst- und Kunstgewerbeschule Reimann und macht die große kulturelle Bedeutung dieses fortschrittlichen, bereits 1902 von dem jüdischen Kunsthandwerker Albert Reimann gegründeten privatwirtschaftlichen Ausbildungsinstitut für Designer sichtbar.

In ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt sowie in ihrer ständigen Innovationskraft und der direkten Zuwendung zur Industrie suchte die Schule Reimann in ihrer Weltoffenheit und internationalen Ausrichtung ihresgleichen und brachte aus einem internationalen Studierendenklientel durch ihre hochaktuelle und praxisaffine Grund-ausrichtung weltberühmte Gestalterpersönlichkeiten hervor, die u.a. in so fortschrittlichen Fächern wie Modezeichnen, Modeentwurf, Textil- und Kostümentwurf sowie in der Schaufenstergestaltung und in der Filmbranche weltweit tätig waren und die Gräben zwischen der freien und angewandten Kunst überwanden.

Durch die nationalsozialistischen Repressalien konnte der jüdische Schulgründer Albert Reimann zwar seiner gesamten wirtschaftlichen Existenz beraubt werden, seine pädagogischen und gestalterischen Ideen erzielten jedoch durch das kreative Schaffen ehemaliger »Reimann-Schüler« in der ganzen Welt eine globale Weiterwirkung.

Der Autorin gelang es durch langjährige Recherche eine faszinierende Rekonstruktion der Berliner und Londoner »Reimann-Schule« zu erstellen sowie 750 Kurzbiografien ehemaliger Studierender zu verfassen, die im vorliegenden Werk erstmals präsentiert werden. Dr. Swantje Kuhfuss-Wickenheiser ist Diplom-Designerin und promovierte Kunsthistorikerin.

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Peter Sutter

Zeit für eine andere Welt

Warum der Kapitalismus keine Zukunft hat

Angesichts der unabsehbaren Folgen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise, der immer grösser werdenden Kluft zwischen Armut und Reichtum sowie aller weiterer Zukunftsbedrohungen bis hin zur globalen Klimakatastrophe kommt Peter Sutter zum Schluss, dass der Kapitalismus keine Zukunft hat und dass es unerlässlich ist, ihn durch eine neue, von Grund auf andere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu ersetzen.

Peter Sutter geht in seinem Buch schwerpunktmässig auf die wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Verhältnisse in der Schweiz ein, die Sichtweise sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich aber auf sämtliche kapitalistische Staaten sowie auf das weltweite Wirken des kapitalistischen Wirtschaftssystems übertragen. Ein Buch, das nicht nur die bestehenden Verhältnisse kritisch hinterfragt, sondern vor allem auch Mut machen will, sich auf den Weg zum Aufbau einer neuen, friedlichen, sozial gerechten und zukunftsfähigen Welt zu machen.

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